Model Pool im Interview mit Model Alena Gerber

Sie bereist die ganze Welt für Shootings,  zierte bereits die Cover großer Magazine und setzt sich für Tierrechte ein – Alena Gerber im Interview

Model Pool: Alena, Du wurdest ja schon sehr früh – mit 13 Jahren – von einer Model Agentur entdeckt. Würdest Du grundsätzlich sagen, dass das zu „früh“ für Dich war und wolltest Du schon damals unbedingt Model werden?

Alena: Ich würde aus heutiger Sicht definitiv sagen, dass 13 etwas zu früh ist. Die Branche kann sehr hart sein und in so jungen Jahren kann man noch kein so dickes“Fell“ haben, um die Kritik, auf die jedes Model zwangsläufig immer wieder stößt, wegzustecken. Für mich war es anfangs schwer zu verstehen, dass wir plump gesagt mehr Produkt sind als Mensch, wir müssen funktionieren, immer strahlen und gut drauf sein, und ob ich ein lieber Mensch bin ist zweitrangig. Wenn überhaupt. Ich wollte nie Model werden, sondern Rechtsanwältin, als ich von einem Scout beim Einkaufen angesprochen wurde habe ich über ein Jahr gewartet bis ich die Agentur besuchte und sah das Modeln anfangs auch eher als Mittel zum Zweck nur um mir schneller ein Motorrad leisten zu können als beispielsweise durch  Zeitungsaustragen. (lächelt)

Alena für MOGUL
Alena für MOGUL

Model Pool: Du bist ja nicht nur als Model und Moderatorin aktiv, sondern hast bereits in diversen Serien und anderen Formaten mitgewirkt (Rosenheim Cops, Verbotene Liebe usw.). Was bereitet Dir mehr Freude?
Modeln, moderieren oder die Schauspielerei?

Alena: Meine Schauspielausbildung kommt mir auch als Model  bei Werbespots oder spezielleren Jobs zu Gute. Die Moderation wiederum macht mich selbstbewusster, denn von Haus aus bin ich doch recht schüchtern und stehe nicht gern im Mittelpunkt. Es fällt mir einfacher, meine Arbeit als eine Art Rolle zu sehen, in die ich schlüpfen kann und sie Abends abzulegen und mich mit Freunden zu treffen, die nichts mit dem Job zu tun haben. Mich zu entscheiden, welche der Sparten mir am besten gefällt ist schwer. Ich liebe das Modeln und das Reisen. Jeder Tag ist neu, aber Models sind wie vorher erwähnt eine Art Gemälde, die jeden Tag neu bemalt und gekleidet werden wie es die jeweiligen Kunden wünschen. Als Moderatorin bin ich mehr ich selbst, meine Kunden buchen mich, weil sie mich wollen wie ich ohnehin schon bin und es bereitet mir riesig Freude zu lernen und mit dem „Kopf“ zu arbeiten. In einer meiner Sendungen kdt (spanisch und englisch) geht es um Fußball, eigentlich keine meiner Interessen aber genau das macht mir unheimlich Spaß. Die Mischung macht es!

Alena bei VERBOTENE LIEBE
Alena bei VERBOTENE LIEBE


Model Pool: Du engagierst Dich ja schon seit langer Zeit für die Organisation PETA und bist für Kampagnen dieser Model gestanden. Ist es nicht schwer, als international tätiges Model diese strikte Haltung beizubehalten? Gerade in Bezug auf Kundenanfragen im Fashionbereich (Leder, Pelz, Fell usw.) ?

Alena: Die Entscheidung fiel mir nicht schwer, da ich zu 100 Prozent dahinter stehe. Ich konnte es mir früher nicht leisten, gut bezahlte Jobs abzusagen. Heute bin ich sehr dankbar, dass ich  ruhigen Gewissens sagen kann, dass ich gewisse Dinge nicht mehr tun möchte, wie zum Beispiel Werbung für oder mit Pelz.

Alena für PETA
Alena für PETA

Model Pool: Als Model bist Du oft unterwegs an traumhaften Stränden und vor beeindruckenden Kulissen. Wo warst Du zuletzt und wo hat es Dir bis jetzt am besten gefallen?

Alena: Zuletzt war ich auf den Malediven und die Kulisse war wundervoll. Natürlich stellt man es sich als Außenstehender anders vor, Vormittags anfangen, 2 Stunden geschminkt werden und ein bisschen im Wasser planschen während der Fotograf abdrückt. In der Realität sieht es natürlich anders aus und wir beginnen im Morgengrauen und shooten bis tief in die Nacht. Da ich meinen Beruf liebe arbeite ich gern viel und lang. Dafür darf ich im Gegenzug so viel Schönes und Besonderes erleben, dass ich auch dafür  gerne ab und zu zurückstecke.

Alena beim Shooting am LAGUNA BEACH / Kalifornien
Alena beim Shooting am LAGUNA BEACH / Kalifornien

Model Pool: Ein erfolgreiches Model wird ja immer an den Cover der Magazine gemessen oder an den Namen der Designer für die das Model bereits gelaufen ist. Welche Erfolge würdest Du zu Deinem Highlight zählen?

Alena: Meine Arbeit für Lables wie Hilfiger und Prada oder Shootings für Magazine wie Elle und Kampagnen die international auf Litfaßsäulen hängen, machen mich natürlich stolz und ich bin so dankbar, dass ich viel arbeiten darf und sich die Kunden nicht schon satt gesehen haben (Alena lächelt). Die Branche ist schnelllebig und ich weiß jede einzelne Buchung zu schätzen.

Model Pool: Viele junge Mädchen träumen davon, ein Leben als „Model“ führen zu dürfen. Was kannst Du den „New Faces“ und Neulingen mit auf den Weg geben und welchen besonderen Tipp hast Du für sie?

Alena: Bleibt immer ihr selbst, auch wenn der Trend heute zu einem differenzierten Look, einem extremeren Gesicht oder einem anderen Körperkult geht. Morgen kann es schon wieder ganz anders aussehen und ganz wichtig: Kritik nicht persönlich nehmen – jeder hat einen anderen Geschmack, man wird es nie allen recht machen können und es zahlt sich immer aus, sich selbst treu zu bleiben. Nur dann strahlt man Authentizität, Liebe und Selbstbewusstsein aus. Nur so fühlt man sich wohl in seiner Haut. Apropos Haut. (Alena wird ernst) Es ist ein Ammenmärchen dass Models hungern, solche gibt es zwar, aber „die“ halten das nicht lang aus und sind nach einem Jahr wieder weg vom Fenster. Jeder Motor braucht Benzin, um laufen zu können und erst recht ein Model, das jeden Tag im Flieger sitzt, um 5 Uhr früh aufsteht und schöne Haut und strahlende Augen haben muss.

Alenas große Leidenschaft - Motorräder
Alenas große Leidenschaft – Motorräder
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2 Gedanken zu “Model Pool im Interview mit Model Alena Gerber

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